Wenn Eltern sich trennen! Das Minium zählt

Eine Trennung ist selten einfach. Verletzungen, Enttäuschung, manchmal auch Wut - all das darf da sein. Aber egal was war und egal was ist: Als Eltern müsst ihr einen Weg finden, respektvoll miteinander umzugehen. Und wenn es nur das Minimum ist.

Was heißt das konkret?

Sich kurz und sachlich über wichtige Dinge informieren. Termine absprechen - und einhalten. Kleine Ausnahmen wertschätzen. Nie (!) schlecht über den Anderen vor dem Kind sprechen, Finanzielle Verantwortung tragen, ohne Wenn und Aber.

Und vor allem: keine Machtspiele auf dem Rücken der Kinder.

Studien zeigen immer wieder, dass Kindesunterhalt häufig nicht gezahlt wird, um dem Expartner eins auszuwischen. Was dabei vergessen wird: Es trifft nicht den Expartner. Es trifft das Kind.

Auch die Forschung zeigt: Nicht die Trennung selbst ist es, die Kindern schadet, sondern der Streit drumherum und das Gefühl, sich für eine Seite entscheiden zu müssen. Kooperieren die Eltern auch nach der Trennung, gibt das dem Kind emotionale Stabilität - es fühlt sich bei beiden sicher. Bleibt der Konflikt dagegen bestehen, geraten Kinder in einen Loyalitätskonflikt. Die Folgen reichen von Verhaltensauffälligkeiten und Aggression über depressive Verstimmungen bis zu Schlafstörungen und Konzentrationsschwächen. Hochstrittige Familien gelten deshalb als der entscheidende Risikofaktor - nicht die Trennung an sich.

Ein Satz, der helfen kann, wenn es schwerfällt: Dein Kind ist zur Hälfte Mama und zur Hälfte Papa. Wenn du deinen Expartner ablehnst, lehnst du die Hälfte deines Kindes ab. Dein Kind spürt das. Mit Folgen, die schwer wiegen. Tu es für dein Kind, es ist das Beste, was du tun kannst.

Es geht nicht darum, Freunde zu werden. Es geht darum, dem Kind beide Hälften seiner selbst zu lassen.

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